Eine Kritik von Jin-Roh

Wenn man einen Blick auf die Animefilme wirft, die den Test der Zeit überstanden haben und somit heute als Klassiker eingestuft werden, so sticht Jin-Roh als relativ unbekannter Film heraus, vor allem im Vergleich zu Grössen wie Akira oder Ghost in the Shell. Da Production I.G. und sogar Mamoru Oshii höchstpersönlich in die Produktion involviert waren, erscheint dieser Umstand merkwürdig und mag die Frage aufwerfen, ob die Qualität des Films dann vielleicht doch zu wünschen übrig lässt. Diese Frage ist diejenige, mit der ich mich in der folgenden Kritik beschäftigen möchte und zu diesem Ziel wird, wie für meine Kritiken üblich, jede Facette des Films betrachtet. Deshalb möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass es von Vorteil ist, Jin-Roh gesehen zu haben. Die Betrachtung soll zudem frei von Emotionen der Zuschauer und basierend auf den messbaren Fakten sein, um eine objektive Bewertung zu ermöglichen. Sollten fragen zu diesem Prozess bestehen, verweise ich hier gerne an meine Erklärung des Konzepts und meine drei letzten Kritiken, die eine direkte Umsetzung dieses Konzepts sind. Zitate entspringen diesmal ausschliesslich dem Making Of, welches auf der Blu-Ray enthalten ist, alle anderen Quellen sind an den entsprechenden Stellen im Text verlinkt. Damit soll es dann auch schon losgehen: Der erste Abschnitt wird sich um die Entstehung von Jin-Roh und erste Erklärungen zum Leitmotiv des Films drehen. Wen das nicht interessiert und wer somit lieber direkt mit der eigentlichen Kritik beginnen möchte, der möge bis zum fett geschriebenen Text scrollen, der den Anfang markiert.Weiterlesen »

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Eine Analyse der Eröffnung von K-On!

Eine Geschichte zu eröffnen ist alles andere als eine einfache Aufgabe. Im besten Fall startet man die Geschichte, führt erste Charaktere ein, setzt den Ton des Werkes und vermittelt vielleicht sogar einen Teil der Thematik. Während man all dies tut, sollte man wohl auch noch so gut darin sein, dass man das Interesse der Zuschauer gewinnen kann, damit diese weitere Zeit in das Werk investieren wollen. In diesem Sinne möchte ich einen Blick auf die Eröffnung von K-On! werfen, um aufzuzeigen, wie man eine simple Alltagsserie auf effektive Weise beginnen und wie viele Informationen man in kurzer Zeit vermitteln kann. Da man von mir generell einen objektiven Schreibstil gewohnt ist, möchte ich hier zudem anmerken, dass ich mir einige subjektive Einwürfe erlauben werde, die erläutern sollen, warum ich – und auch andere – so eine Bindung zu diesem Anime haben. Natürlich sind diese aber klar durch die genutzte Sprache abgegrenzt.Weiterlesen »

Die objektive Kritik – Eine Erklärung

Während meiner drei letzten Kritiken habe ich mehrfach erwähnt, dass diese eine objektive Betrachtung der jeweiligen Werke ermöglichen sollen, dementsprechend also objektive und keine subjektiven Kritiken sind. Um diese Aussage anständig zu erklären und zeitgleich der Idee entgegenzuwirken, dass die kritische Betrachtung von Kunst in ihrer Gänze subjektiv ist oder vollkommen von der Perspektive jedes einzelnen Betrachters abhängt, möchte ich mit dem folgenden Text definieren, was unter der objektiven Kritik zu verstehen ist.Weiterlesen »

Eine Kritik von Mahou Shoujo Madoka Magica the Movie: Rebellion – Part 3

Nachdem sich Kyubey endlich zu erkennen gegegeben hat, beginnt der dritte Akt, indem er ausdrückt, dass Homura die Suche nach der Wahrheit nicht aufgeben konnte, obwohl sie diese nicht wissen wollte und bezeichnet die menschliche Neugierde schlussfolgernd als unvernünftig. Diese Aussage wird sich später als ironisch herausstellen, da die “Neugierde” der Inkubatoren ihren Untergang zur Folge hat. Sein Kommentar selbst basiert auf der Logik, dass Homura wissen musste, wer die Hexe ist, da diese den Wunsch von Madoka in den Dreck zieht und somit ihr Feind ist, sie die Wahrheit aber gar nicht wissen wollte, da sie selbst die Hexe ist und Madoka somit selbst beschmutzt hat. Sie selbst ist also ihr Feind. Der ganze Hergang ist dabei klar auf die anfängliche Neugierde von Homura, ausgelöst durch die Unterschiede dieser Welt zu ihrer eigenen, zurückzuführen und so erklärt sich der zweite Teil seiner Aussage. Er fügt dann hinzu, dass die Inkubatoren sich sicher waren, dass Homura die Antwort früher oder später finden würde, was weiterhin logisch ist, da es nur eine mögliche Lösung gibt und es somit egal ist, wie lange sie andere Möglichkeiten abwägt. Seine Anwesenheit und der Fakt, dass er über die Information verfügt, dass es sich bei Homura um die Hexe handelt, lässt nun auch den Schluss zu, dass die Inkubatoren in die Erschaffung einer Hexe involviert sind, obwohl das Gesetz des Kreises existiert. Homura bestätigt dies mit der Aussage “Das alles geht also auf dich zurück.”Weiterlesen »

Eine Kritik von Mahou Shoujo Madoka Magica the Movie: Rebellion – Part 1

Während die originale Mahou Shoujo Madoka Magica Serie allgemein als sehr gutes bis gar exzellentes Werk angesehen wird, kann dasselbe nicht über die Fortsetzung – Mahou Shoujo Madoka Magica Film 3: Rebellion – gesagt werden, da vor allem im kritischen Umfeld die Meinungen stark auseinandergehen. Das Original habe ich zuvor schon einer intensiven Betrachtung unterzogen, um so nah wie möglich an die objektive Qualität dieser zu kommen und dasselbe soll nun mit dem Film geschehen. Dadurch möchte ich Licht ins Dunkle der vielen Meinungen zu diesem Film bringen und während ich zwar Schritt für Schritt durch das Drehbuch gehen werde, betrifft diese Aussage vor allem den letzten Akt, der etwas mehr Zeit der Betrachtung benötigt, als die meisten ihm geben wollen. Wie üblich für diese Kritiken gibt es noch Dinge, die ich im Voraus erläutern möchte, wer aber ohne grosse Umschweife mit der eigentlichen Kritik beginnen möchte, der möge bis zum fett markierten Text scrollen, der den Anfang markiert.Weiterlesen »