Update – Madoka Magica Kritik

Die Begrenzung der Nachrichtenlänge von Twitter kracht irgendwie mit der normalen Länge meiner Updates zusammen… weswegen ich für die Updates wieder hierhin zurückkehre. Ich habe auch das Gefühl, dass die Leute, die ich wirklich erreichen will, die Updates eher lesen, wenn sie hier sind, also los: Wie am Ende der Kimi no Na wa. Kritik angekündigt, ist mein nächstes Projekt eine Kritik des Anime Mahou Shoujo Madoka Magica, was sicherlich interessant ist, da dieser eine meiner persönlichen Favoriten ist und ich somit einmal erfahre, was es wirklich bedeutet, etwas trotz seiner Probleme zu lieben, denn es lassen sich doch einige Dinge in diesem Anime finden.

Ich möchte das Ganze dabei nicht wie die Kimi no Na wa. Kritik aufziehen, also nicht Szene für Szene durch den Anime gehen, sondern die Struktur wird der ähneln, die Reviews haben. Im Klartext bedeutet das das Folgende: Einleitung –> Zusammenfassung der Handlung –> Analyse der Handlung –> Analyse jedes Charakters –> Analyse Musik (Openings und Endings bis zum gesamten Soundtrack) –> Analyse Animationen –> Fazit. Also im Prinzip derselbe Umfang wie meine letzte Kritik, einfach anders aufgezogen und ich bin gespannt zu sehen, welche Struktur als besser betrachtet wird. Da ich den Eindruck habe, dass ich mich durch die letzte Kritik stark im Analysieren der Handlung und der Charaktere verbessert habe, möchte ich diesmal ein Augenmerk drauflegen, dass mehr Tiefgang bei der Musik und den Animationen ist. Das gilt vor allem für die Musik und welcher Anime könnte für die Umsetzung besser sein als der, der meinen liebsten Soundtrack hat.

Der momentane Stand ist nun, dass ich die Sammlung meiner Notizen soweit abgeschlossen habe und mit der Anfertigung der Rohfassung der Kritik begonnen habe. Die Zusammenfassung der Handlung ist auch schon abgeschlossen, was bedeutet, dass ich nun mit der Analyse der Handlung beginnen kann. Der Teil, der am längsten dauert, wird übrigens der mit den Charakteren sein, zumindest wenn ich vom Anteil der gesamten Zahl Wörter schliesse, den dieser Teil in den Notizen einnimmt (~16’500 von 26’000). Diese Anzahl Wörter erklärt hoffentlich, warum ich so viel Zeit benötige, um diese Kritiken anzufertigen… Ich denke mal, es gibt eigentlich nichts wofür ich mich entschuldigen müsste, aber ich mag es einfach nicht, wenn hier so lange nichts kommt.

Eine zusätzliche Sachen, die den Prozess verlangsamt ist, dass ich Werke lese, die als Inspiration für Madoka Magica gedient haben. Namentlich sind das zum einen „Faust“ von Goethe und „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen. „Faust“ fehlt mir noch (ja… das kam bei mir nie in der Schule dran) und „Die kleine Meerjungfrau“ habe ich schon gelesen. Dieses Märchen hat mir sogar sehr gut gefallen und die Einflüsse sind klar erkennbar, was mich freut. Sollte irgendwer noch weitere Einflüsse für Madoka Magica kennen wäre ich erquickt, wenn ihr mir diese mitteilen könntet, da ich denke, dass es wichtig ist, diese für diese Kritik zu kennen.

Zum Schluss gibt es noch eine Frage, die sich stellt. Hält es irgendwer für nötig, dass ich auf das Marketing eingehe, mit welchem Madoka Magica damals verkauft wurde und wodurch die Leute am Ende von Folge 3 so geschockt wurden? Ich halte es für relativ irrelevant, aber wenn mir jemand gute Gründe liefert, warum es wichtig ist, um die Qualität des Anime als Ganzes zu bewerten, lasse ich mich gerne überzeugen. Ach ja, dass Madoka Magica für viele eine Deconstruction ist, spreche ich nicht an, weil es simpel keine ist und beim Thema „Gen Urobuchi“ bin ich mir momentan noch unsicher, weil ich wirklich einige negative Reviews zu diesem Anime gesehen habe, die diesen Mann scheinbar mit Leidenschaft hassen… andererseits ist er der Drehbuchautor, also wäre es wohl relevant… ach ich weiss nicht, sagt mir was ihr dazu denkt, oder so.

Zusätzlich möchte ich mich hier noch für die rege Beteiligung an der Kimi no Na wa. Kritik bedanken. All die Kommentare waren echt schön zu lesen und haben die Anstrengung, die mit der Kreation verbunden waren, echt wert gemacht. Ausserdem gesellt sich Part 1 zu den wenigen Posts auf diesem Blog, die die 100 Views geknackt haben, was ich als grossen Erfolg zähle. Also danke dafür.

Wie üblich für die Updates, werde ich dieses hier löschen, sobald ich ein Neues habe oder die Kritik veröffentliche.

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Eine Kritik von Kimi no Na wa. (Your Name.) – Part 5

Dem Ende des letzten Parts entsprechend sind wir nun wieder bei Mitsuha zurück, die den Berg hinunterläuft und den Namen von Taki für sich wiederholt, damit sie ihn nicht vergisst. Nach ein paar gezeigten Aufnahmen des Festivals kommt Mitsuha am Kraftwerk der Stadt an und trifft dort Katsuhiko, der kurz nach ihr eintrudelt. Er fragt, wo sie gewesen ist, was das mindeste ist, was er nach dem vorherigen Spektakel fragen sollte und Mitsuha sagt ihm, dass “er” sich bei ihm entschuldigt sein Fahrrad kaputt gemacht zu haben. Als Katsuhiko fragt, wer “er” ist, korrigiert Mitsuha sich und meint, sie hätte es kaputt gemacht, was definitiv einfacher ist, als zu erklären, was eigentlich passiert ist. Da die Zeit rennt, entscheidet sich Katsuhiko dazu, dass sie ihm alles später erklären soll, aber es ist fragwürdig, ob das jemals geschehen wird, da sie zu diesem Zeitpunkt auch schon alles vergessen haben sollte, weil ich davon ausgehe, dass die Amnesie wenigstens zwischen Taki und Mitsuha konsistent ist. Wenn Taki praktisch alles vergisst, sollte Mitsuha das auch. Nachdem Mitsuha noch einmal bestätigt, dass der Komet wirklich abstürzen wird meint Katsuhiko, dass sie dann wohl keine Wahl haben und so brechen sie in das Kraftwerk ein, um den Sprengstoff zu legen, der nach der Explosion die Stromversorgung der Stadt ausser Kraft setzen soll. An diesem Punkt ist es wohl in Ordnung anzunehmen, dass Katsuhiko auch nur noch macht und nicht mehr über irgendwelche Konsequenzen nachdenkt.Weiterlesen »

Eine Kritik von Kimi no Na wa. (Your Name.) – Part 4

Nach der bizarren Sequenz der letzten Szene wacht Taki im Körper von Mitsuha auf und als er merkt was passiert ist… das Mitsuha noch am Leben ist… beginnt er zu weinen, während er ihren Körper fest umklammert. Ich denke diese Ausdrucksweise stellt seine Emotionen exzellent dar, selbst wenn der Weg, wie wir hierher gekommen sind, holprig war. Man kann ehrlich fühlen wie glücklich beziehungsweise emotional aufgewühlt Taki in diesem Moment ist und deswegen verwirrt mich, was als nächstes passiert. Yotsuha betritt nämlich den Raum, während sie fragen will, ob Mitsuha wieder ihre Brüste berührt, unterbricht sich jedoch, um verstört das Gesicht zu verziehen. Was sie erblickt ist eine weinende Mitsuha, die ihre Brüste begrapscht. Schaut, mein Problem hier ist nicht, dass es für Taki keinen Sinn macht diese Sache zu tun, sondern der Ton, den ich im Zusammenhang mit der Comedy im Generellen schon in Part 1 angesprochen hatte und hier sehen wir die Auswirkungen auf diesen.Weiterlesen »

Eine Kritik von Kimi no Na wa. (Your Name.) – Part 3

Nach dem Ende der letzten Szene fährt der Film damit fort uns Aufnahmen von Schildern und Absperrungen zu zeigen, auf denen geschrieben steht, dass das Betretes eines Areals verboten ist. Bei diesem Areal handelt es sich natürlich um Itomori. Der alte Mann aus dem Restaurant hat die drei hierhin gebracht und nach der Ankunft rennt Taki direkt auf die Absperrungen zu, um vor sich einen schockierenden Anblick zu finden: An der Stelle, an der sich Itomori befinden sollte, ist nur noch ein grosser Krater zu sehen, die Reste der Stadt eine einzige Ruine.Weiterlesen »

Eine Kritik von Kimi no Na wa. (Your Name.) – Part 2

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Die obligatorische Nahaufnahme eines Smartphones, die ein gezeichnetes Smartphone irgendwie echter aussehen lässt, als ein wirkliches.

Nach dem Ende des ersten Itomori Segmentes und der Wunschäusserung von Mitsuha sehen wir in der nächsten Szene des Films Taki, der gerade aufwacht, weil sein Wecker klingelt. Dass er beim Greifen nach seinem Handy vom Bett fällt, ist dabei auch direkt schon ein erstes Zeichen dafür, dass Mitsuha nun in seinem Körper ist, da sie normalerweise auf dem Boden schläft und nicht auf einem erhöhten Bett, wie wir in der Szene, in der sie aufgewacht ist, gesehen haben. Sie schaut sich dann verwirrt im Raum um und stellt die offensichtliche Frage, wo sie eigentlich ist, womit auch glasklar wird, dass Mitsuha im Körper von Taki ist. Im Hintergrund sieht man dabei Skizzen von grossen Gebäuden und Brücken an der Wand hängen, die zeigen, dass Taki wohl grosses Interessen an Architektur hat. Mitsuha begutachtet darauf den Körper von Taki, so wie er es in ihrem Körper tat und wird rot, als sie zwischen ihre beziehungsweise seine Beine greift.Weiterlesen »

Eine Kritik von Kimi no Na wa. (Your Name.) – Part 1

Dieser Film war bis jetzt höchst erfolgreich in Japan. Was denken Sie, zieht die Leute zu diesem Film?

Um ehrlich zu sein, würde ich das gerne selber wissen. Jedoch denke ich, dass ich sehr viel Glück hatte. Es gibt viele Animationsfilme, die in Japan gemacht werden, und alle sind sehr gut, aber ich denke, dass dieser Film – Kimi no Na wa. – eine sehr unkomplizierte Junge trifft Mädchen Geschichte ist und dafür muss bei jungen Leuten wohl gerade eine versteckte Nachfrage bestehen. Sie suchen wohl wirklich nach einer guten Junge trifft Mädchen Geschichte und ich denke, dass mein Film genau im richtigen Moment herauskam.Makoto Shinkai

Zum Zeitpunkt, an dem ich diese Worte hier schreibe, ist es keine Übertreibung zu sagen, dass Kimi no Na wa. auch ausserhalb von Japan ein riesiger Erfolg geworden ist und dadurch sogar Ghiblis Chihiros Reise ins Zauberland von seinem Thron als Anime Film mit den höchsten Einspielergebnissen gestossen hat. Diese Umstände machen Kimi no Na wa. oder “Your name. – Gestern, heute und für immer”, wie er bei uns heisst, zum vielleicht wichtigsten Anime der neuesten Zeit und sein Regisseur – Makoto Shinkai – wird von einigen Leuten sogar als neuer Hayao Miyazaki gehandelt, ein Titel, den er sich selbst nicht zugestehen würde. Die Popularität des Films ist also nicht zu übersehen, aber da diese nicht unbedingt gleichzeitig für grossartige Qualität stehen muss, ist mein Ziel mit der folgenden Kritik, genau diese Qualität zu ergründen, doch bevor wir damit beginnen, gilt es noch ein paar Dinge zu klären. Zuerst einmal möchte ich eine klare Spoilerwarnung geben, da wir von Anfang bis Ende durch das gesamte Drehbuch gehen werden, um die Qualität dieses Films vollständig und akkurat verstehen zu können. Aus diesem Grund denke ich, dass es von Vorteil ist, Kimi no Na wa. schon gesehen zu haben und bestenfalls auch über eine eigene Meinung zu verfügen. Jedoch ist es nicht unbedingt von Nöten den Film angeschaut zu haben, da ich alles kleinlich erklären werde und somit sollte jeder für sich selbst entscheiden, wann er diese Kritik lesen möchte.Weiterlesen »

Eine Analyse von Naoyuki Okazaki (Clannad)

In einer intakten Familie zu leben und liebende Eltern zu haben, die einen bei jedem Schritt des Lebens unterstützen bis man als voll funktionsfähiger Erwachsener durchgeht, ist ein wahrer Segen, doch leider ist dieser, aus welchen Gründen auch immer, nicht jedem von uns vergönnt. Die Geschichte von Tomoya und seinem Vater Naoyuki in Clannad handelt von einer solchen zerbrochenen Familie und in diesem Beitrag soll das Augenmerk dabei dem Charakter von Naoyuki gelten. Dementsprechend werden wir einen Blick darauf werfen, wie Clannad die Beziehung zwischen Vater und Sohn darstellt und wie Naoyuki als Folge charakterisiert wird, sowie alle Ereignisse seinen Charakter zu einem passenden Ende führen.Weiterlesen »