Summer 2016 Rückblick #5: Battery

Nachdem mir Dia no Ace sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt mir einen weiteren Baseball Anime anzusehen.

Dazu kommt noch, dass es sich bei Battery um einen noitaminA Anime handelt, was mein Interesse noch zusätzlich weckte. (noitaminA, was rückwärts für Animation ist, ist ein spezieller Sendeblock, welcher dafür bekannt ist merkwürdige bzw. experimentelle Anime laufen zu haben. Unter anderem zum Beispiel Psycho-Pass und Ping Pong The Animation)

Leide wurde ich jedoch enttäuscht und der Hauptgrund hierfür ist das Alter der Charaktere (ungefähr 13 Jahre) und das ihrem Alter entsprechende Verhalten.

Wer trotzdem wissen will ob Battery: The Animation doch etwas für ihn ist, dem wünsche ich viel Spass mit meiner Review.

Musik:
Der Soundtrack ist meiner Meinung nach ganz in Ordnung, aber eher auf der ruhigen Seite und damit das komplette Gegenteil von dem wie es normalerweise in Sports-Anime ist, wo einen der Soundtrack aufpumpt und in eine „gehypte“ Stimmung bringt. Was eigentlich das ist, was ich von einem Sports-Anime möchte.

Der Opening Song ist genau wie der Soundtrack eher ruhig und wird von relativ simplen Animationen unterstützt, welche den Charakter-Cast zeigen und ausserdem ein paar simple Baseball Animationen beinhaltet.

 

Synchronsprecher:
Kouki Uchiyama ist ein sehr talentierter Synchronsprecher, der einen meiner Lieblingsantagonisten Meruem aus Hunter x Hunter 2011 gesprochen hat. Jedoch empfinde ich seine seine Stimmlage als absolut unpassend für einen 13-jährigen und bin deswegen nicht ganz überzeugt von seiner Leistung bzw. seiner Wahl für diesen Anime.

 

 

 

Alle anderen Synchronsprecher geben jedoch eine solide Leistung ab und dass Einzige womit man klarkommen muss ist, dass praktisch alle Charaktere mit einem deutlich hörbaren Dialekt sprechen.

Art-Style / Animationen:
Battery ist das erste eigene Anime Projekt von Studio Zero-G (vorher haben sie nur bei Key bzw. In-Between Animation für andere Studios geholfen) und die Produktionsqualität ist ziemlich hoch.

 

 

Es kommt zu praktischen keinen Animationsfehlern, der Art-Style ist konsistent (auch wenn ich nicht der grösste Fan der Charakterdesigns bin) und die Hintergründe sehen meiner Meinung nach fantastisch aus.

Setting:
Der Anime folgt dem Middle-School Leben von Takumi Harada bzw. dem Treiben des Baseball Clubs der Schule und seinen Mitglieder. Das ist das Sports-Setting (Schulsport), welches ich weniger mag als das „Zum Profi werden“ Setting von etwa Hajime no Ippo oder Baby Steps. Schlimmer wird das ganze noch dadurch, dass es in der Middle School spielt anstatt der High School und so die Charaktere deutlich jünger sind.

Charaktere:
Wenn ich ehrlich mit euch bin, dann muss ich sagen, dass ich keinen einzigen Charakter mochte. Allen voran unser Hauptcharakter Takumi, bei dem ich das Gefühl habe, dass er komplett davon überzeugt ist der beste Pitcher zu sein den dieser Planet jemals gesehen hat. Zusätzlich ist er auch noch extrem respektlos zu allen Leute um sich herum von der Familie bis zu den Lehrern.

Solche Dinge sind jedoch für praktisch jeden Charakter in diesem Anime der Normalfall und Mobbing scheint an dieser Schule der normale Alltag zu sein, auch wenn ich es gegen Takumi teilweise nachvollziehen kann. Der Trainer des Baseball Clubs ist ausserdem komplett inkompetent und schiebt seine Aufgabe auf die älteren Schüler ab.

Ich bin mir teilweise nicht ganz sicher, ob die Charaktere wirklich so schlecht sind oder es nur daran liegt, dass ich mich mit keinem der Charaktere auch nur eine Charaktereigenschaft verbindet. Aber ich würde sagen es liegt daran, dass die Charaktere nicht besonders gut für einen Sports-Anime geeignet sind.

Fazit:
Das grösste Problem von Battery ist, dass es weniger Sports-Show und hauptsächlich ein interpersonelles Drama zwischen allen Clubmitgliedern ist, welches oft in Melodrama abdriftet. Das funktioniert für mich leider überhaupt nicht aufgrund dem Alter der Charaktere und ihrem davon kommenden irrationalen und nervenden Verhalten.

Cheer Danshi!, welches auch diese Season gelaufen ist, ist genau der gleiche Typ Show wie Battery hat jedoch einen Cast an Charakteren die im College sind und deswegen kommt das Drama für mich deutlich erwachsener und besser rüber. Leider hat Cheer Danshi! dafür jedoch unter schweren Produktionsproblemen gelitten, welche sich in der Animationsqualität bemerkbar machten, plus noch einige weitere Probleme.

Ausserdem kommt bei Battery noch hinzu, dass der Anime viel zu langsam ist für einen Sports-Anime und in den nur 11 Folgen praktisch nichts passiert.

Das ist im Endeffekt auch (zusammen mit den Charakteren), was mir den Spass mit Battery verdorben hat und ich denke, dass das sehr schade ist, wenn man die hohe Animationsqualität des Animes bedenkt.

Also denke ich, wenn jemand einen Weg findet die Charaktere zu mögen, wird er an Battery bestimmt mehr gefallen finden können als ich.

Wertung:
3 / 10

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