Summer 2016 Rückblick #14: Cheer Danshi!!

Cheer Danshi hatte die wohl beste Opening Episode dieser Season und hat damit meine Erwartungen sehr hoch gesteckt einer der besten Anime der Season zu werden.

Am Ende kann ich sagen, dass es wenigstens der beste Sports-Anime der Season war was bei der Konkurrenz von Days und Battery aber auch nicht grade schwierig war.

Cheer Danshi versagte leider während der späteren Episoden, was aber nicht nur Schuld des Anime selber ist, sondern vor allem von deutlich sichtbaren Produktionsproblemen ab Episode 5 kommt.

Und mit diesen einleitenden Worten wünsche ich viel Spass mit meiner Review zu Cheer Boys bzw. Cheer Danshi.

Musik:
Der Soundtrack ist für den grössten Teil des Anime eher auf der ruhigen Seite und schliesst sich damit, mit dem anderen Sports-Anime der Season Battery zusammen. Aber während der Trainingssessions drängt sich die Musik endlich etwas in den Vordergrund, auch wenn der Soundtrack nicht so grossartig ist, wie der von z.B. Hajime no Ippo. Und während der doch sehr seltenen Cheerleading-Auftritte wird das Cheerleading von guten und passenden Tracks unterstützt, während die Charaktere dazu anfeuern.

Der Opening Song ist mir nicht wirklich stark in Erinnerung geblieben. Der Ending Song dagegen, welcher von den Synchronsprechern selber gesungen wird, empfand ich als ziemlich gut.

Synchronsprecher:
Die Synchronsprecher liefern eine solide Leistung ab die Emotionen ihrer Charaktere rüberzubringen, was meiner Meinung nach ziemlich wichtig in einem Anime ist, welcher doch relativ oft ins melodramatische abdriftet.

Speziell zu erwähnen finde ich hier noch, den Auftritt meines Lieblingssynchronsprechers Sugita Tomokazu (z.B. Gintoki aus Gintama). Er spricht einen der Charaktere (Der mit der Brille), welche in den ersten paar Folgen wie einer der Protagonisten wirkt jedoch leider mit der Zeit immer weiter in den Hintergründ rückt bis er nur noch wenige Zeilen pro Folge hat.

Art-Style / Animationen:
Für die ersten paar Folgen (vor allem die erste Folge), sind Art-Style und Animationen auf einem hohen Niveau und passen sehr gut zum Ton einer Sports-Serien. Leider konnte man in Episode 5 einen deutlichen Abstieg in der allgemeinen Animationsqualität sehen und dem folgte in der Woche darauf direkt ein Recap-Folge.

Recap Folgen sind oft ein Indiz für grosse Produktionsprobleme, die es einem Studio nicht möglich machten die Folge rechtzeitig zu beenden. Bei 91 Days in dieser Season passierte exakt das gleiche aber mit einem entscheidenen Unterschied. Während 91 Days sich nach der Recap Folge wieder erholen konnte und die Animationen wieder auf gewohnter Qualität waren, war das für Cheer Danshi nicht der Fall. Das bedeutet ab Episode 6 sieht Cheer Danshi nicht mal mehr solide aus. Charaktere sind oft „Off-Model“, dazu fallen die Stil-Frame Animationen deutlich mehr auf und die sportlichen Aktivitäten werden fast nicht mehr animiert.

Das ist wahrscheinlich die grösste Schwäche von Cheer Danshi und das was die Bewertung am stärksten herunterzieht.

Setting:
Sowohl Cheer Danshi als auch Battery dieser Season sind beide keine wirklichen Sport Shows im eigentlichen Sinne. Sie beschäftigen sich mehr mit dem interpersonellen Drama zwischen den Mitglieder des Sport Clubs als mit dem Sport selber und deswegen ist der Sport Anteil in Cheer Danshi auch sehr gering. Das kann für den ein oder anderen ein grosser Störfaktor sein und ich muss zu meinem Bedauern auch sagen, dass ich gerne mehr sportliche Aktivitäten zwischen den doch sehr soliden Charakteren gesehen hätte.

Charaktere:
Vor der zweiten Hälfte empfand ich den relativ kleinen Cast an Charakteren als ziemlich gut. Sie alle haben verschiedene Ziele und Gründe warum sie Cheerleading machen wollen und unterstützen sich so gegenseitig um besser zu werden. Von diesen Charakteren hat mich auch keiner wirklich gestört, wenn man mal davon absieht, dass es anscheinend immer noch witzig ist sicher darüber lustig zu machen, dass eine „fette“ Person eine Freundin hat.

In der zweiten Hälfte jedoch verdoppelt sich der Cast an Charakteren jedoch komplett. Das Problem hier ist nicht unbedingt, dass ich die neuen Charaktere nicht mochte sondern eher, dass es einfach zu viele verschiedene Charaktere waren für eine 12 Episoden Show. Das bedeutet, dass abgesehen von Haru und Kazu keiner der Charaktere genug Zeit auf dem Bildschirm bekommt und so die meisten Charaktere von ihrer Entwicklung her auf der Strecke liegen bleiben.

Was mich aber überrascht hat ist der Fakt, dass trotz diesen Problemen die Charaktere auf eine gute Art zusammenspielen und selbst wenn die Show melodramatisch wird empfand ich es nie als nervtötend. Erwähnenswert ist auch noch, dass der Anime im College spielt und so die Charaktere deutlich älter sind als in den Normalen School-Sport Anime.

Fazit:
Eine Sache, welche mich wirklich überrascht hat ist, dass ich erwartet hatte dass dieser Anime fremdschämen pur für mich werden würde. Ich meine es sind Männer und sie machen Cheerleading also finde ich diese Angst als relativ gerechtfertigt aus der Sicht eines männlichen Zuschauers. Jedoch war das überhaupt nicht der Fall, weil Cheer Danshi ein Anime ist, in welchem eine Gruppe von Freunden zusammenkommt und einfach alles gibt um ihren „Traum“ warzumachen. Und wenn Leute für ein Ziel alles geben, dann kann ich einfach kein Fremdschämen empfinden.

Am Ende muss ich jedoch sagen, dass die Produktionsprobleme und der zu grosse Cast an Charaktere in Kombination mit dem grösstenteils Fehlen von sportlichen Aktivitäten dafür gesorgt hat, dass meine Bewertung gegen Ende deutlich nach Unten gegangen ist.

Aber wer in dieser Season einen soliden Sports-Anime such wird mit Cheer Danshi sicher nichts verkehrt machen. Was aber auch daran liegt, dass Days und Battery keine wirkliche Alternative sind.

Wertung:
5 / 10

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