Grisaia no Rakuen – Erschaffe dein eigenes Paradies

Da ist dieser Moment in Grisaia no Rakuen, der mir sehr stark im Gedächtnis geblieben ist. Yumiko, Sachi, Michiru, Amane und Makina kehren Mihama Academy den Rücken zu und schreiten voller Entschlossenheit in Richtung des Sonnenuntergangs, um eine für sie sehr wichtige Person zu retten. Dieser Augenblick zeigte so perfekt wie stark sich die fünf seit Beginn von Grisaia no Kajitsu verändert haben, dass ich tatsächlich etwas zu Tränen gerührt war. Das ist, was ich persönlich von dem finalen Teil einer Reihe erwarte. Zeigt mir wie weit die Charaktere gekommen sind und was sie mit ihrer neu errungenen Stärke nun alles erreichen können. In diesem Sinne war es für Rakuen unvermeidbar sich um eine “richtige” Geschichte aufzubauen. Doch auch wenn die Geschichte von Rakuen turbulent, übertrieben und teilweise etwas unglaubwürdig ist, so stehen für mich doch immer noch die detaillierten Erkundungen der Persönlichkeiten unserer Protagonisten und die Dynamik zwischen ihnen im Mittelpunkt.

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The Seed of Blanc Aile

Die Geschichte von Rakuen setzt dabei nahtlos am Ende von Meikyuu an und führt diese fliessend fort. Nach dem Ende von Meikyuu befindet sich Yuuji nun in Gewahrsam von Ichigaya, um für die Verhandlungen mit Heath Oslo genutzt zu werden. Dieser möchte sowohl Yuuji als auch das Thanatos System in seine Gewalt bringen und droht mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen, um dieses Ziel zu erreichen. Damit nicht das vollständige Thanatos System übergeben werden muss, liefert Ichigaya Yuuji freiwillig aus oder um präziser zu sein, tut nichts dagegen, dass er bei der Überführung zu einem anderen Ort von den Terroristen entführt wird. Bei dieser Überführung kommen die fünf Mihama Academy Mädchen ins Spiel, die sich Yuuji bei dieser Übergabe schnappen und ihn somit retten. Nach einer wilden Verfolgungsjagd entkommen die Mädchen mit Yuuji. Dieser macht sich daraufhin auf, Heath Oslo ein für alle Male ein Ende zu bereiten und nach getaner Arbeit setzen sich unsere Protagonisten auf einer privaten Insel zur Ruhe und geniessen den Rest ihres Lebens.

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Wie immer bei Grisaia, steckt der Teufel allerdings im Detail. Dabei könnte man nun auf den riesigen Haufen der kleinen Details eingehen, wie etwa, dass Amane minutenlang, bis aufs Kleinste erklärt, wie sie ihren Wagen auf einer komplexen Strecke steuert oder wie Sachi uns über den kompletten Prozess einer Bombenentschärfung informiert oder wie Makina über die Spezifikationen eines Scharfschützengewehres diskutiert, aber ich möchte mich hier darauf beschränken, auf einige der gröberen Punkte bzw. Ereignisse einzugehen.

Yuujis Schwäche

Ein Problem, auf welches Harem Serien oft treffen, ist der Aspekt, dass der Protagonist dieser Geschichten, der epischste Charakter aller Zeiten sein muss und niemals irgendeine Art von Schwäche zeigt, damit er für den Zuschauer als Self-Insert Charakter dienen kann. Es erstaunt wohl wenig, dass diese Charaktere dadurch extrem unrealistisch und zeitgleich unglaubwürdig wirken. Grisaia no Kajitsu hat dieses Problem mehr oder weniger. Yuujis soziale Unfähigkeit und seine seelischen Probleme kommen zwar teilweise rüber, aber für die meiste Zeit kann er mit den Worten “der coole Typ, der alle Mädels klarmacht” beschrieben werden. Ich übertreibe natürlich etwas mit dieser Formulierung, aber ich denke es ist klar, worauf ich hinaus will. Mit Grisaia no Meikyuu entschieden sich die Macher dann dafür Yuujis Vergangenheit zu erzählen, die einen extrem detaillierten und abscheulichen Einblick in seine Psyche und die Ängste, mit denen er tagtäglich zu kämpfen hat gab. Als Folge entfernte er sich davon ein Self-Insert Charakter zu sein und wurde zu einem vollen, dreidimensionalen Charakter. Das bringt uns schlussendlich zu Grisaia no Rakuen und einer Szene, die sich ziemlich zu Beginn der VN befindet. Die Mädchen betreten nämlich Yuujis verlassenes Zimmer und gehen in einen kleinen Raum, dessen Betreten Yuuji ihnen unter allen Umständen verboten hat. Besagter Raum ist voll von Notizen und an die Wände geschrieben Sätzen, die Yuujis labilen Geisteszustand noch einmal verdeutlichen und zeigen wie schwer die Schuld seiner Vergangenheit auf ihm lastet.  Es hört sich vielleicht etwas paradox an, aber ich denke, dass Yuuji durch die ihm gegebenen Schwächen zu einem viel sympathischeren Charakter wird. Diese Szene dient aber nicht nur dazu Yuujis Schwäche noch einmal zu verdeutlichen, sondern zeigt mit der betroffenen Reaktion der fünf Mädchen, wie entschlossen sie sind, ihm zu helfen.

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Die Fünf Mihama Mädchen, Entschlossenheit und ihre Stärken

Zu Beginn habe ich es schon angesprochen, aber die Entschlossenheit, resultierend aus den vorhergehenden Veränderungen, unserer fünf Protagonisten, bildet für mich den Kern von Grisaia no Rakuen und zwei Szenen zeigen dies besonders schön auf. Das wäre zuerst einmal die am Anfang erwähnte Szene, in der sich die fünf von ihrer Schule verabschieden. Aber vielleicht wichtiger als diese Szene selbst sind die vorherigen Momente, in denen jedes einzelne der Mädchen sich dazu entschliesst, dass sie Yuuji retten will. Es sind wunderbare Momente der Selbstreflexion, die die Ereignisse aus Kajitsu Revue passieren lassen und uns den Kern der Persönlichkeiten jedes einzelnen Charakters zeigen. Diese Momente der inneren Gedankengänge machen die Grisaia Reihe für mich so interessant und sind der Grund warum der Anime so eine Katastrophe ist. Ich bete, dass der Rakuen Anime diese nicht vernachlässigt.

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Die zweite Szene ist der Abend und der Morgen vor der Rettungsaktion von Yuuji. Dieser Moment ist vor allem deswegen interessant, weil es hier ernst für die Charaktere wird. Sie haben sich für dieser Mission entschieden und exzessive Vorbereitungen getroffen, aber die Panik durch Gedanken wie “Was wenn…” lässt sich nicht vermeiden und ist vor allem notwendig, um die Situation realistischer wirken zu lassen. Die Szene unterstreicht auch noch einmal Punkte wie, dass Michiru sehr wichtig für die Gruppe ist, da ihre sorglose und tölpelhafte Art die anderen beruhigt, die sich viel zu viele Gedanken darüber machen, was alles schief gehen könnte. Auch Yumikos Rede ist mir als sehr positiv in Erinnerung geblieben, da sie zeigt, wie stark Yumiko sich verändert hat und wie viel ihr die kleine Gruppe bedeutet, nachdem sie lange diejenige war, die sich am Weitesten von der Gruppe distanziert hat. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur ein viel zu grosser Fan der Kraft der Freundschaft.

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Noch irgendwer, der denkt, dass dieses Outfit von Yumiko absolut fantastisch ist?

Grisaia no Rakuen achtet des Weiteren peinlich genau darauf die Stärken seiner fünf weiblichen Hauptcharaktere zu zeigen und das, durch die Geschichte,  in einer sehr pragmatischen Weise. So ist die Rollenverteilung bei der Befreiungsaktion von Yuuji auf genau diesen Punkt ausgelegt. Makina als Scharfschützin, Amane als Fahrerin und so weiter. Damit verbinden die Fünf sich zu einem unglaublich starken Team, welches das Gemeinschaftsgefühl und die Verbundenheit zwischen den sowieso schon starken Charakteren noch weiter erhöht. Es bringt ausserdem einen guten Kontrast zu Yuuji hinein, dessen Charakterentwicklung sich seit Meikyuu ja eher auf seine Schwächen bezieht. Auch zeigt es eine komplette Wendung von der Thematik von Kajitsu. Während Yuuji in diesem ersten Teil derjenige war, der den Mädchen geholfen hat, so sind sie es nun, die ihm die helfende Hand entgegenstrecken.

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Das Thanatos System und Kazuki

Wer meine Texte zu den anderen Teile der Grisaia Reihe gelesen hat, der wird wohl wissen, dass die Rückkehr von Kazuki für mich nicht wirklich als Überraschung kommt. Genauer Gesagt kehrt sie als Kern des Thanatos Systems zurück und interagiert mit den anderen Charakteren bis relativ spät in die Geschichte hinein auch nur als Teil dieses Systems. Beim Thanatos System handelt es sich dabei um einen Supercomputer, der für die komplette und perfekte Überwachung aller Kommunikationen auf der Welt sorgt. Mal ganz davon zu schweigen, wie realistisch es jetzt ist, dass ein Mensch mit einem Computer in einer Symbiose lebt, finde ich, dass die detaillierte Beschreibung des Systems es glaubwürdig in dieser Welt wirken lässt. Die Rückblende zur Inbetriebnahme des Systems nimmt eine ziemlich lange Zeit in Anspruch und ist mit einem guten Anteil Fachbegriffe und Erklärungen vollgespickt, die die Verbindung zwischen Kazuki und dem Computerteil des Thanatos Systems gut erklärt. Der spannendste Teil am Thanatos System ist wahrscheinlich, dass der Computer durch die Beinhaltung eines Menschen dazu in der Lage ist, zu lernen und sich so selbst weiterzuentwickeln. Auch regt das Thanatos System für mich die Gedanken an, wie es wäre in einer Welt zu leben, die über so ein System verfügt. Dass Jimmy in die Entwicklung involviert war, ist ausserdem ein netter Fanservice für jemanden wie mich, der seinen teilweise bizarren Charakter in Yuujis Vergangenheit sehr genossen hat.

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Die Interaktionen von Kazuki bzw. Thanatos mit den fünf Mädchen machen einen Grossteil der frühen Abschnitte von Grisaia no Rakuen aus und sind ziemlich interessant, da Kazuki eine neue Dynamik in die Gruppe der Charaktere bringt. Vor allem die Szenen, in welchen Kazuki mit der unglaublichen Dummheit von Michiru nicht klarkam, zeichnen sich hier als Höhepunkte ab, die mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht haben. Auch bringt dieser Teil von Rakuen ein Gespräch zwischen Amane und Kazuki hervor, indem sie erläutert wie die anderen Schüler nach Amanes Flucht gestorben sind. Dieser Part ist ziemlich kurz und führt direkt zur Rückblende, die Kazukis Integrierung ins Thanatos Systems zeigt, gibt jedoch genug Zeit, um die Erinnerungen daran zurückzubringen, wie gut Amanes Route in Kajitsu ist und wozu Menschen unter schwerer psychischer Belastung fähig sind, was für mich die einzige Art von Horror ist, die wirklich funktioniert.

Nachdem Kazuki sich vom Thanatos System abkapseln und fliehen konnte, erleben wir einen der besten emotionalen Höhepunkte von Rakuen: Die Wiedervereinigung von Kazuki und Yuuji. Hier zeigt sich noch einmal, wie wichtig es ist, dass Yuuji Schwäche zeigt. Stellt euch vor, Yuuji wäre nicht weinend vor Kazuki zusammengebrochen und hätte seinen Kopf in ihrem Schoss vergraben, sondern hätte einfach cool gesagt “Hey Schwester” oder etwas Ähnliches. Das wäre absolut lächerlich gewesen und ich bin froh, dass sie sich dafür entschieden haben, diese Szene zu einem emotionalen Moment zu machen. Ausserdem grossartig ist, dass Kazuki den Fakt, dass die fünf Mädchen in Yuuji verliebt sind nutzt, um sie zu kontrollieren. So sagt sie zum Beispiel Dinge wie “Ich würde es in Erwägung ziehen, ein Mädchen mit meinem Bruder zu verkuppeln, die genauso hart arbeitet wie er”, um Michiru vom Faulenzen abzuhalten. Ziemlich lustig und lockert die bescheuerten Harem Gespräche auf, die leider gegen Ende etwas präsenter werden und die ich nach Meikyuu fast vergessen hatte.

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Klontechnologie und Heath Oslo, der Überblicker aller Kriege

Beim letzten Punkt über den ich reden möchte, handelt es sich um einen Plottwist, der mit Heath Oslo zusammenhängt und in dem Moment geschieht, in welchem Yuuji Heath Oslo umgebracht hat. Bin zu diesem Punkt war Heath Oslo einfach nur ein Waffenhändler und Terrorist und ich empfand seine Rolle als ziemlich interessant. Diese beschreibt er mit den folgenden Worten: “Ihr wollt mich nicht in Ruhe lassen, aber zerstören wollt ihr mich auch nicht.” Die Staaten brauchen Heath Oslo also für ihre Kriege, aber sie müssen ihn auch teilweise angreifen, um nicht den Anschein zu erwecken, dass sie einen Terroristen frei herumlaufen lassen würden. Es ist ein bizarres Geben und Nehmen. Nach seinem Tod wird diese Rolle noch weiter verstärkt, da Heath Oslo eigentlich nur ein Klon des richtigen Heath Oslo ist. Die Klontechnologie ist zu diesem Zeitpunkt nichts besonderes mehr, da Heath Oslo unter Zuhilfenahme von Yuujis “perfekter” DNA Klone von ihm erschaffen hat, um eine Supersoldaten Armee zu erschaffen, was aber nicht funktioniert hat, da die geschaffenen Klone nicht über die gleiche Psyche wie Yuuji verfügen und so ist der einzige halbwegs erfolgreiche Versuch ein Mann namens Typhoon, gegen den Yuuji noch vor Heath Oslo kämpft und zur Strecke bringt. Aber genug abgeschweift. Der richtige Heath Oslo ist ein Mann, der als Überwacher der Kriege bekannt ist und diese aus dem Schatten heraus steuert, zum Vorteil aller. Dieses Konzept wird zwar zum Schluss etwas abrupt in die Geschichte reingeworfen, ist aber durchaus interessantes Gedankenfutter. Vor allem in Kombination mit dem schlechten Ende, indem Yuuji der nächste Heath Oslo wird und so seine Aufgabe übernimmt. Das hätte meiner Meinung nach gerne noch etwas tiefer erkundet werden dürfen und vor allem wie Heath Oslo seine Arbeit verrichtet hat, wäre es bestimmt wert gewesen in grösserem Detail zu sehen.

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Ende gut, alles gut

Nach dem Tod des wahren Heath Oslo machen sich alle Protagonisten und wichtigen Nebencharaktere zu einer privaten Insel auf, die Kazuki in Yuujis Namen gekauft hat. Die Insel trägt den Namen “Grey Island” und durch einige bizarre Gedankensprünge geben die fünf Mädchen der Insel den Namen “Grisaia Island”, weil wie sollte die Insel auch sonst heissen. Amane fasst den Zweck dieser Insel mit folgenden Worten perfekt zusammen: “But if paradise doesn’t exist, we just have to make our own.” Grisaia Island ist der Ort, an dem Yuuji endlich in seinem eigenen Paradies (Rakuen) zur Ruhe kommen kann und das bekommt, was ihm bis zu diesem Moment immer verwehrt war. Dieses Ende spiegelt ausserdem wunderbar wieder, wie ähnlich Yuuji Asako ist, die den letzten Abschnitt ihres Lebens auch in Ruhe und Frieden verbrachte, nachdem sie lange Zeit ein düsteres Leben gelebt hat.

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Als ich fertig war, wurde ich doch ziemlich sentimental, aber dann fiel mir auf, dass da noch ein bisschen mehr in der Grisaia no Rakuen Visual Novel steckte und wir zum Abschluss der Reihe noch einmal zu den Wurzeln zurückkehren dürfen.

Prologue De La Grisaia

Dieser Teil von Grisaia no Rakuen erzählt, wie die fünf Mädchen nach Mihama Academy gekommen sind und was vor Yuujis Ankunft zu Beginn von Grisaia no Kajitsu passiert ist und während mir die Hauptgeschichte von Rakuen sehr gut gefallen hat, so ist dieser Prolog doch mein Lieblingsteil der Visual Novel. Wann immer ich mit jemandem über K-On! rede, komme ich irgendwann darauf zu sprechen, wie grossartig der Moment ist, zum Beginn der Serie zurückzukehren und zu sehen, wie sehr sich die Charaktere seit diesem Anfang verändert haben. Genau das ist es, was dieses Prolog Kapitel so gut macht. Durch den Kontrast zu den in der Hauptgeschichte von Rakuen präsentierten Charakteren, können wir erst richtig wertschätzen, wie weit diese gekommen sind und damit verbunden, wie stark geschrieben diese Charaktere sind.

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Auffällig im Prolog ist die starke Leistung der Synchronsprecher. So spricht Michiru bei ihrer Ankunft mit einem unsicheren und leicht melancholischen Ton, den sie mit ihrem Tsundere Akt zu verschleiern versucht oder Makina, die sehr leise und unverständlich redet, aufgrund der Angst, durch ihre Vergangenheit. Schön zu hören ist auch, dass Amane etwas Zeit benötigt, um den Kansai Dialekt zu unterdrücken, in den sie später in hektischen Momenten immer wieder zurück rutscht.

Es ist ausserdem grossartig, wie subtil die Vergangenheit der einzelnen Charaktere in ihre Reaktionen zu bestimmten Ereignissen reingeschrieben ist. So zum Beispiel, als Mihama Academy einer Mobbing Attacke zum Opfer fällt, weil ein Bauprojekt, welches in direkter Verbindung mit der Schule steht, abgebrochen wurde. Die Schule wird daraufhin mit Graffiti bemalt und Amane, die sich sonst immer mental stark gibt, hat eine stark emotionale Reaktion darauf, die klar auf ihre Vergangenheit zurückzuführen ist und Momente dieser Art sind grosszügig, für alle Charaktere, durch den Prolog verteilt. Der aber bei Weitem wertvollste Teil des Prologs ist es zu sehen, wie diese fundamental unterschiedlichen Charaktere das erste Mal miteinander interagieren und wie sich die späteren Dynamiken zwischen den Charakteren aufgebaut haben. Heraus sticht hier vor allem Makina, da sie die grösste Änderung in diesem Zeitraum durchmacht. Von der leisen, schüchternen Person, die Angst davor hat, die Leute um etwas zu bitten, weil sie ihnen nicht zur Last fallen will, zu der Person, die ständig laut schreiend durch die Gegend läuft. Der Moment, wo sie auf der Suche nach mehr Essen – Sie will Amane nicht mehr zur Last fallen, indem sie sie um mehr Essen bittet – verschwindet und Amane sie in einem Loch unter einem Baum findet und ihr sagt, sie soll auch mal selbstsüchtig sein und sich vor allem auf die anderen verlassen, ist der vielleicht emotionalste Moment in Rakuen, den ich mit meinen Beschreibungen jetzt wahrscheinlich deutlich emotionsloser rüberkommen lasse, als er tatsächlich ist.

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Neben diesen Momenten habe ich es im Prolog aber einfach genossen, die Charaktere ein letztes Mal dabei zu beobachten, wie sie miteinander interagieren und Spass haben. Dieser Teil gibt mir das Gefühl, dass die Common Route in Kajitsu jetzt vielleicht mein liebster Teil der ersten Visual Novel wäre. Eine Sache, die mir ausserdem aufgefallen ist, sind die Outfits der Charaktere und im speziellen die Schuluniform. Diese ist einfach exzellent designt. Nicht zu überladen, sondern elegant und simpel mit einem perfekten farblichen Verlauf und da die CGs über eine perfekte Farbpalette verfügen, stellen diese die Uniformen grandios dar, auch wenn mein liebstes Outfit in der ganzen Reihe wahrscheinlich Yumiko in ihrem weissen Kleid in Rakuen ist.

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Ich habe dieses unbeschreibbare Verlangen mich nur darüber auszulassen, wie gut diese Zeichnungen aussehen

Die Reise durch die Grisaia Trilogie kommt damit zu einem verdienten Ende, welches mich wunschlos glücklich zurücklässt und wer weiss, vielleicht sehen Grisaia und ich uns ja irgendwann mit der neuen “Grisaia Phantom Trigger” VN wieder. Bis dahin, vergesst niemals Tunafish Man.

 

Vielen Dank fürs Lesen. Wie immer sind Feedback und eigenen Meinung gerne gesehen. Wen es interessieren sollte, was von mir im Bereich Visual Novels als nächstes kommt, dem möchte ich diese Informationen gerne überlassen. Als nächstes geplant ist “If My Heart Had Wings”, gefolgt von “Little Busters”. Ich weiss noch nicht genau was ich mit diesen tun werde, aber in irgendeiner Weise werden sie wohl auf diesem Blog Erwähnung finden.

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